News Article

Gesund im Mund fängt schon früh an

EIGENTLICH sollte das Zähneputzen ja für ein gesundes und von Neugier geplagtes Kind nichts dramatisches sein. Denken Mami und Papi, und beginnen im zarten Alter von 6, 7 Monaten damit, das erste Zähnchen im Glanz erstrahlen zu lassen. Solange es die Frontzähne sind, lässt sich der junge Nachwuchs das ja auch noch gefallen - zumal es so tolle weiche und kleine Zahnbürstenköpfchen und Schrubb-Fingerlinge gibt.

Hmmmm, was kann man da aber auch so dolle drauf rum kauen. Die Fingerlinge sind bei den Kleinen besonders beliebt. Da bringt man  Mami ganz schnell dazu, kleine, spitze Aua-Schreie von sich zu geben. Vor allem, wenn es schon oben und unten ein paar Beißerchen gibt *hehe

Irgendwie verläuft sich der Elan mit dem Zähneputzen dann auch recht schnell mit zunehmendem Alter. Mit steigender Zähnezahl nimmt die Putzhäufigkeit proportional ab - ist zumindest oft der Eindruck in den Zahnarztpraxen.

Wir wissen um den Kampf Zahnbürste gegen geschlossenen Mund. Wir wissen, welche Diskussionen es gibt morgens, und vor allem abends. Um Ausreden und Tricks ist keines unserer Erbgutträger verlegen.

Jetzt hilft nur Konsequenz und Vorleben. Lassen Sie ihr Kind ruhig seine Zähne putzen, am besten während Sie selbst Ihre schrubben. Zeigen Sie ihm immer wieder die richtige Haltung der Zahnbürste und die richtigen Bewegungsabläufe. Klar ist die Feinmotorik noch nicht so ausgeprägt. Deshalb sollten Sie auch immer noch nachputzen.

Wir empfehlen als erfahrene Mütter eine elektrische/Ultraschallzahnbürste. Damit muss man nicht so sehr auf die Handbewegungen achten. Es genügt an der Zahnreihe entlang zu fahren und den Zahnfleischrand mit einzubeziehen.

Ultraschall-Mom bekämpft die Baktus-Monster! Und irgendwann schaffen es Ultra-Boy und Ultra-Girl auch selbst den Kampf gegen diese Unholde zu gewinnen. Unterstützt werden die Superhelden vom Zauberlasso, das zwischen den Zähnen aufräumt. Okay, es könnte sein, dass der Badezimmerspiegel danach die Putzleichen beherbergt, aber auch das kann evtl. motivierend wirken ;-)

Beginnen Sie schon recht früh Ihr Kind mit zum Zahnarzt zu nehmen. Am besten schon, wenn die ersten Zähnchen da sind. So kann Ihr Schatz sich spielerisch an den Zahnarzt, aber auch an die Prophylaxemitarbeiterin gewöhnen. Sie soll zur Freundin Ihres Kindes werden. Mit Ihr kann ihr Kind während der Kinderprophylaxe in der Putzschule sitzen, zuerst an Freund Kroko und dann an sich selbst zeigen, wie toll es schon Zähneputzen kann. Danach werden die Zähne kindgerecht, aber professionell gereinigt. Gleichzeitig wird dadurch schon sehr frühzeitig eine aufziehende Karies erkannt, die auch bei Milchzähnen unbedingt behandelt werden muss. Wenn alles schön sauber ist, kann auf Wunsch ein "Schutzlack" aufgetragen werden. Damit werden gerade die am gefährdetsten Stellen auf den Backenzähnen, die sogenannten Fissuren - das sind diese tiefergehenden Linien - behandelt. Da haben es die Bakterien dann echt besonders schwer, was aber nicht heißen soll, dass das Zähneputzen dann vernachlässigt werden darf.

Und immer daran denken: umso länger Ihr Kind gesunde und eigene Zähne hat - umso gesünder geht es durchs Leben.

Back