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Bleaching at Home - no go

Omas Hausrezepte sind so gefragt wie nie. Können wir verstehen. Ist günstig, altbewährt und findet man überall im Netz.

Aber wenn schon alles mögliche hinterfragt wird, vom Flourid in der Zahnpasta bis hin zu dem matschigen Etwas in unseren heißgeliebten Chicken Nuggets  - hey, dann aber auch bei Omis Wirkstoffen.

Was sagt uns, die irgendwann einmal in der Schule einen Chemieunterricht genießen durften, folgende Buchstaben-Zahlenkombination auf dem Bild?  Dat iss nüch nur Natriumhydrogencarbonat, neee, da iss auch noch ne Säure dabei!

Autsch! Prizzel! Pffff!

Aber von vorne an das Thema ran. Im Grunde genommen ist Backpulver wirklich ein kleines Bleichwundermittel. Funktioniert bei Flecken auf der Wäsche. Warum also auch nicht auf den Zähnen und in Eigenregie?

Weil wir Menschen dazu neigen, immer alles ganz schnell und mit dem bestmöglichen Ergebnis haben zu wollen. Zähne innerhalb von ein paar Stunden so toll wie eine US-Schönheit oder George Clooney. Und das geht nicht zuhause. Ohne Kontrolle, wie viel ich mir von Omis Hausmittelchen drauf packe, wie ich es anwende und was hinterher noch passiert, kann so etwas im ungünstigsten Fall mehr kaputt machen als gewolltes Ergebnis erzielen.

Auch das "saure" Backpulver (das Gegenteil wäre basisch) entzieht dem Zahn Mineralien. Beim Auftragen hab ich den gleichen Effekt, als würde ich die Motorhaube meines Porsches mit Ako Pads bearbeiten. Vielleicht reagiert meine Mundschleimhaut auch noch allergisch? Rote Pusteln, aufgeplustertes Zahnfleisch kann wirklich sehr unangenehm sein.  Und erst die Empfindlichkeit. Nee ... da gehe ich doch lieber regelmäßig zur Professionellen Zahnreinigung, höre mit dem Rauchen auf und achte auf Kaffee-, Tee- und Rotweinkonsum. Ist auch für den Rest des Organismus besser. Und wenn Bleachen, dann unter Kontrolle vom Fachmann oder der Fachfrau. Und hinterher wieder Mineralisieren.

CHEESE!

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